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Bei Feuerwehreinsatz weitergefahren - Jugendschöffengericht Rastatt verhandelt gegen Verkehrsrowdy

Baden-Baden/Rastatt (pm/lk) - Vor dem Jugendschöffengericht Rastatt verhandelt heute den Fall eines 20-jährigen Autofahrers wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Der Angeklagte war während eines Feuerwehreinsatzes einfach durch eine gesperrte Durchgangsstraße gefahren. Ein Feuerwehrmann konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten können.

Foto: Symbolbild/Pixabay

Trotz Feuerwehreinsatz einfach weitergefahren

Der 20-Jährige muss sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in mehreren Fällen und weiterer Straftaten verantworten. Bei einem Feuerwehreinsatz am 30.06.2019 in Baden-Baden-Haueneberstein war die Durchgangsstraße gesperrt worden. Um die Drehleiter, die für eine Personenrettung ausgefahren wurde, zu sichern, stellte ein Feuerwehrmann Pylonen auf. Dem Angeklagten sei die Sperrung gleichgültig gewesen. Er habe sein Auto beschleunigt und sei er auf den Feuerwehrmann zugefahren, um die Weiterfahrt zu erzwingen. Um nicht von dem Auto erfasst zu werden, habe der Feuerwehrmann zur Seite springen müssen. Einer der Stützfüße der Drehleiter sei fast umgefahren worden.

Auch Busfahrer bedroht

Wegen dieses Vorfalles war dem Angeklagten vorläufig der Führerschein entzogen worden. Kurz darauf wurde der Angeklagte am 14.09.2019 in Baden-Baden in einem anderen hochwertigen Fahrzeug von der Polizei erwischt. Er habe das Fahrzeug am Augustaplatz auf einem nur für den Linienverkehr freigegebenen Haltestellenbereich abgestellt und einen Busfahrer, der ihn zur Weiterfahrt aufgefordert habe, mit üblen Worten beleidigt. Als der Busfahrer von dem Kennzeichen ein Foto habe machen wollen, sei der Angeklagte mit aufheulendem Motor und beschleunigend auf ihn zugefahren. Obwohl der Geschädigte noch zur Seite gesprungen sei, sei er vom Auto des Angeklagten erfasst, glücklicher Weise aber nicht verletzt worden.