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Nach versuchter sexueller Nötigung, Körperverletzung und Raub: Berufungsverhandlung in Baden-Baden

Baden-Baden (pm) Nachdem er wegen versuchter sexueller Nötigung, Körperverletzung, sowie Raub und Leistungserschleichung zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten verurteilt worden war, hat ein 32-jähriger Angeklagter Berufung eingelegt. Die Staatsanwaltschaft plädiert allerdings für eine höhere Strafe. Das Berufungsverhandlung findet in wenigen Tagen vor dem Landgericht Baden-Baden statt.

Symbolbild: Fotolia

2 Jahre und 3 Monate Freiheitsstrafe

Am kommenden Dienstag, den 26.März, findet vor der 5. Kleinen Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden die Berufungshauptverhandlung gegen einen jetzt 32-jährigen gambischen Staatsangehörigen statt, der vom Schöffengericht Baden-Baden am 12. Dezember 2018 wegen versuchter sexueller Nötigung, Körperverletzung, Raub und Leistungserschleichung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten verurteilt worden war.

Angeklagter legt Berufung ein

Gegenstand der Verurteilung war eine Körperverletzung zum Nachteil eines Krankenpflegers in der Notaufnahme des Klinikums Mittelbaden in Baden-Baden, eine sog. Schwarzfahrt mit einem Bus in Baden-Baden und die Attacke auf eine 22jährige Frau in der Parkgarage des Festspielhauses in Baden-Baden von Anfang September 2018, bei der der Angeklagte die Frau am Kassenautomaten abgepasst und versucht habe, mit Gewalt sexuelle Handlungen an ihr vorzunehmen. Er habe der sich heftig wehrenden Frau ihr Mobiltelefon gewaltsam weggenommen und auf den Parkwächter eingeschlagen, als dieser der Frau zu Hilfe geeilt sei.

Staatsanwaltschaft plädiert für höhere Strafe

Der Angeklagte war während der erstinstanzlichen Hauptverhandlung durch ständige Störungen unangenehm aufgefallen und musste, nachdem auch die Verhängung eines Ordnungsgeldes nicht fruchtete, für den überwiegenden Teil von der Verhandlung ausgeschlossen und aus dem Sitzungssaal entfernt werden. Auch in seinem letzten Wort ließ der Angeklagte keinerlei Respekt erkennen. Gegen das Urteil haben sowohl der Angeklagte mit dem Ziel eines Freispruchs oder einer milderen Strafe, als auch die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel einer höheren Strafe Berufung eingelegt. Der Angeklagte befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft.