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Urteil im Mordprozess von Bühlertal erwartet

Baden-Baden/Bühl (dpa/lk) - Heute wird am Landgericht Baden-Baden der Mordprozess von Bühlertal fortgesetzt. Angeklagt ist ein 24-jähriger Landwirt, der Ende September vergangenen Jahres seine Ex-Freundin erwürgt haben soll. Die 20-Jährige hatte sich zuvor von ihm getrennt. Der Prozess, der eigentlich im März startete, war wegen der Corona-Krise ausgesetzt worden und musste erneut beginnen.

Foto: Symbolbild/Adobe Stock

Wegen Trennung erdrosselt?

Wegen Mordes an seiner Ex-Freundin steht ein 24 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Baden-Baden. Er soll die 20-Jährige Ende September vergangenen Jahres in seiner Wohnung in Bühlertal erwürgt haben. Kurz zuvor hatte sich die junge Frau von ihm getrennt. Den Ermittlungen zufolge hatte der Angeklagte die Frau unter dem Vorwand in seine Wohnung gebeten, dass sie ihre Sachen abholen solle. Sofort nach Betreten der Wohnung habe er sie erdrosselt. Nach einem Notruf hatten Polizeibeamte die Leiche in der Wohnung entdeckt und den Mann noch vor Ort festgenommen.

Prozess aufgrund von Corona unterbrochen

Ursprünglich hatte der Prozess am 9. März begonnen, aber die weiteren Verhandlungstage mussten wegen Corona abgesagt werden. Wegen des Neustarts des Prozesses mussten alle 16 Zeugen neu geladen und die Vernehmungen neu durchgeführt werden. Das Urteil wird am Nachmittag erwartet.

Angeklagter hat Tat eingeräumt

Hatte der Angeklagte im ersten Anlauf noch zu den Vorwürfen geschwiegen, so hat er bei Wiederaufnahme des Prozesses die Tat über seinen Anwalt eingeräumt. Er betonte aber auch, dass er die junge Frau nicht habe töten wollen. Der Staatsanwalt fordert trotzdem eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. Ein psychiatrisches Gutachten ergab keine Hinweise auf psychische Störungen.

 

Prozess um Mord in Bühlertal beginnt zum zweiten Mal