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Jedes vierte Kind im Südwesten chronisch krank

Stuttgart (dpa/as) Das ist alarmierend: Auch, wenn Kinder in Baden-Württemberg offenbar ein bisschen gesünder sind als in anderen Bundesländern: Es leidet dennoch jedes vierte Kind im Land an einer chronischen Erkrankung. Das sagt eine neue DAK-Studie. Dabei sind Kinder in der Stadt häufiger betroffen als auf dem Land. 

Foto: Mylene1971/pixabay

Neurodermitis auf Platz 1

Jedes vierte Kind im Südwesten leidet an einer körperlich chronischen Krankheit. Am stärksten verbreitet waren 2016 Neurodermitis und Asthma gefolgt von Heuschnupfen, heißt es in einem am Dienstag in Stuttgart veröffentlichten Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit.

Rückenschmerzen im Kindesalter

Schulkinder litten zudem vermehrt unter krankhaftem Übergewicht und Rückenschmerzen. Fast jedes sechste Kind hatte mindestens einmal eine Diagnose zu Rückenschmerzen; ab dem zwölften Lebensjahr war es knapp ein Viertel. Über alle Altersgruppen hinweg waren knapp drei Prozent von krankhaftem Übergewicht betroffen. Fast jedes zehnte Kind litt an einer psychischen Erkrankung, die möglicherweise chronisch verlaufen kann.

Heuschnupfen auf dem Land häufiger

Für die Studie wurden Daten von knapp 60 000 Kindern ausgewertet. Der Analyse zufolge gibt es ein Gefälle zwischen Stadt und Land: Jungen und Mädchen in Städten litten häufiger unter einer Viruserkrankung, krankhaftem Übergewicht und Karies. Landkinder hatten häufiger eine akute Bronchitis, Sprachstörungen und Heuschnupfen. Die Gründe dafür seien allerdings nicht erforscht worden, hieß es.

Weniger Atemwegsinfekte im Südwesten

Kinder in Baden-Württemberg waren laut Studie aber gesünder als Gleichaltrige im Bundesvergleich. So hatten Jungen und Mädchen im Südwesten seltener Infektionen und Atemwegserkrankungen (minus sieben beziehungsweise sechs Prozent). Auch Karies wurde seltener attestiert (minus 27 Prozent).