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Nachhaltiges Reisen: Die neue Art, Urlaub zu machen?

Grüner Tourismus, sanfter Tourismus, Ökotourismus: Am Ende sind das nur unterschiedliche Bezeichnungen für das umweltbewusstere Reisen. Das spielt für immer mehr Urlauber eine entscheidende Rolle bei der Urlaubsplanung – denn Verreisen und ökologische Verantwortung zu übernehmen müssen sich keineswegs gegenseitig ausschließen.

Foto: adobe.stock / zolotareva_elina

 Nachhaltigkeit ist derzeit ein brisantes Thema, das viele verschiedene Lebensbereiche betrifft. Um den Klimawandel überhaupt noch verlangsamen oder sogar stoppen zu können, sind schnelle und umfassende Maßnahmen notwendig – und dabei kann jeder Einzelne seinen Beitrag leisten.

Zahlreiche Projekte sollen daher das Bewusstsein rund um die Thematik stärken, beispielsweise bereits im Kindesalter durch entsprechende Kita-Projekte oder auch im städtischen Umfeld. Solche Kampagnen sowie die Präsenz das Themas in den öffentlichen Medien führen dazu, dass immer mehr Menschen nachhaltiger Leben möchten, was natürlich positiv zu bewerten ist. Dieses Umdenken findet auch statt, wenn es um den Urlaub geht.

Nachhaltigkeit als Reisetrend

Urlaub bedeutet üblicherweise zu verreisen, so würden das jedenfalls viele Deutsche bestätigen. In einer anderen Umgebung lässt es sich einfach deutlich

besser entspannen. Dort gibt es keinen Stress und die Sorgen des Alltags können leichter abgeschüttelt werden.

Doch es geht beim Reisen längst nicht mehr nur um Exotik, Abenteuer oder die bestmögliche Rundumversorgung. Für  immer mehr Reisende spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, wenn es um den nächsten Urlaub geht. Sie möchten also zwar einerseits nicht auf das Reisen verzichten, andererseits dadurch aber auch nicht die Umwelt zusätzlich belasten. Das nachhaltige Reisen hat sich daher zu einem regelrechten Trend entwickelt und es gibt immer mehr Angebote rund um den sogenannten nachhaltigen Tourismus.

Was ist nachhaltiges Reisen genau?

Definiert wird dieser als

eine Art des Reisens, bei der die Umwelt, aber auch die Menschen, Kultur, Flora und Fauna vor Ort so wenig wie möglich beeinflusst werden. Ziel ist also, keinen allzu großen „Fußabdruck“ zu hinterlassen, beispielsweise in Form eines hohen CO2-Ausstoßes, von Müllbergen am Strand, Hotelburgen in unberührten Landschaften und ähnlichem.

 Diese sind also nur einige von vielen Beispielen, inwiefern das Reisen der Umwelt und dem Klima, aber eben auch den Menschen und Tieren vor Ort schaden kann. Lange Zeit wurde auf solche Aspekte bei Urlaubsreisen nur wenig Rücksicht genommen – mit verheerenden Folgen, wie es beispielsweise die Problematik des Plastikmülls in den Weltmeeren deutlich macht. Die Ziele des nachhaltigen Reisens lassen sich daher wie folgt zusammenfassen:

  • Reisen im Einklang mit der Umwelt, dennoch aber unter Erfüllung der eigenen touristischen Ansprüche.
  • Nutzung des Tourismus für positive Zwecke wie der Förderung des lokalen Wohlstands oder Schaffung neuer Arbeitsplätze für die Einheimischen.
  • Erhöhung des Umweltbewusstseins durch entsprechende Tourismusprojekte.
  • Vermeidung sämtlicher negativer Einflüsse auf das Klima und die Natur zur Sicherung der biologischen Vielfalt.
  • Erhaltung der kulturellen Vielfalt.

In den Ohren vieler Reisender klingt das erst einmal sehr abstrakt. Genau genommen, bedeutet das aber in der Praxis nichts anderes, als bei seiner Reiseplanung sowie vor Ort Rücksicht zu nehmen auf die Umwelt sowie die Menschen. Das eigene Verhalten spielt dabei ebenso eine wichtige Rolle wie die sorgfältige Wahl von Transportmittel, Zielort und weiterer Faktoren.

Einerseits gilt es also, eine nachhaltige Reise „richtig“ zu planen, und andererseits dürfen die Reisenden natürlich am Zielort nicht einfach ihren Müll in die Natur werfen, ein Feuer im Wald entzünden oder andere schädliche Verhaltensweisen an den Tag legen.

Wer mit gutem Willen und gesundem Menschenverstand an die Sache herangeht, für den ist das nachhaltige Reisen nicht allzu schwer umzusetzen. Mit dem notwendigen Respekt gegenüber den Ökosystemen sowie Kulturen am Urlaubsziel ist ein umweltfreundlicher Aufenthalt durchaus möglich und kann mit gutem Gewissen genossen.

Der ökologische Reisetrend in Zahlen

Foto: adobe.stock / zolotareva_elina

Es gibt also mehrere Gründe, weshalb das nachhaltige Reisen derzeit voll im Trend liegt.

  • Für die einen Touristen handelt es sich um eine grundlegende Überzeugung, für die anderen um das notwendige Übel, damit die Klimaproblematik nicht weiter vorangetrieben wird.
  • Zudem wächst der gesellschaftliche Druck, auf Urlaubsreisen zu verzichten oder diese zumindest ökologisch zu gestalten. Von einer Art „Flugscham“ kann trotzdem (noch) nicht gesprochen werden, denn im Jahr 2019 ist die Zahl der Flugpassagiere aus Deutschland weiter gestiegen.

Dennoch gibt es eine gute Nachricht: Zwar verreisen die Deutschen nach wie vor gerne und immer mehr, jedoch sind bereits 84 Prozent an nachhaltigen Reiseangeboten interessiert – Tendenz steigend.

Auch weitere Kennzahlen belegen diesen Trend:

  • Demnach wären 12 Prozent der Deutschen bereit, der Umwelt zuliebe auf das Autofahren zu verzichten.
  • 33 Prozent geben an, bereits mehrfach auf das Flugzeug als Transportmittel verzichtet zu haben, um das Klima zu schonen.
  • 71 Prozent der Befragten würden höhere Preise für Flugtickets sogar als positiv erachten.
  • Unter den reisebegeisterten Generationen Y und Z beträgt der Anteil an sogenannten „Green Travelers“ ganze 62 Prozent.

Trotzdem sind die aktuellen Zahlen nicht durchweg positiv zu bewerten. Nach wie vor kennen nämlich 65 Prozent der Deutschen eigener Aussage zufolge keinen einzigen Anbieter für nachhaltigen Tourismus. Zudem werden jährlich fast fünf Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr ausgestoßen und 15 Prozent der Deutschen möchten dennoch ihren Urlaub so weit wie möglich weg von zuhause verbringen. Im Schnitt verursacht eine Familie bei einer solchen Fernreise über 20.000 Kilogramm an Emissionen.

Was einem nachhaltigen Urlaub im Weg steht…

…ist also kein Mangel an Angeboten, sondern der Verzicht oder Mehraufwand, welchen das ökologische Reisen bedeutet. Es ist zwar durchaus möglich, eine luxuriöse Fernreise auch nachhaltig zu unternehmen. Allerdings bedeutet das in der Regel eine längere Reisezeit, höhere Kosten oder Einschränkungen bei der Wahl des Reiseziels.

Es gilt also, den einen oder anderen Kompromiss einzugehen, damit eben nicht nur die eigenen Bedürfnisse erfüllt werden, sondern auch jene von der Umwelt, den Menschen und Tieren vor Ort.

Einigen Personen ist aber auch schlichtweg noch nicht bewusst, wie schädlich das klassische Reisen für das Klima und die Menschen vor Ort im Regelfall ist. Manchmal genügt es also bereits, sich einmal intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen und für den nächsten Urlaub nach ökologischen Alternativen zu suchen.

Waren sie nämlich einmal nachhaltig auf Reisen, kommen viele Menschen auf den Geschmack und genießen umso mehr den Urlaub im Einklang mit der Natur sowie mit reinem Gewissen – obwohl das vielleicht Abstriche beim Komfort bedeutet. Aber wie sieht so eine nachhaltige Reise eigentlich konkret aus?

Nachhaltiger Tourismus – in allen Belangen

 Geht es um Urlaub und das Reisen, stehen zunächst die Verkehrsmittel im Fokus. Tatsächlich ist die Art und Weise, wie der Weg ans Urlaubsziel und wieder nach

Hause zurückgelegt wird, ein wichtiger Faktor im Zusammenhang mit nachhaltigem Reisen – aber er ist eben auch längst nicht der Einzige.

Wer seinen Urlaub also umwelt- und klimafreundlich verbringen möchte, muss dabei dieselben Dinge beachten, die schon zuhause für ein nachhaltigeres Leben wichtig sind:

An- und Abreise

Bei der An- und Abreise gilt natürlich: Je kürzer die Wege, desto besser. Kürzere Strecken können leichter mit umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln wie dem Zug, dem Fahrrad oder sogar zu Fuß zurückgelegt werden. Wer also nachhaltig reisen möchte, der sollte auch eine Fahrrad- oder Pilgerreise in Erwägung ziehen.

Kommen diese Optionen nicht infrage, so sind öffentliche Verkehrsmittel immer noch eine bessere Wahl als das eigene Auto. Wer also kann, wählt dann zumindest den Zug oder Bus. Findet die Reise doch mit dem eigenen Pkw statt, können drei Maßnahmen dieses Vorhaben ein bisschen umweltfreundlicher gestalten:

  1. Es gilt, das Auto mit so vielen Personen zu besetzen wie möglich und eventuell eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren.
  2. Zugleich sollte das Auto selbst möglichst umweltschonend sein, sprich mit geringem Kraftstoffverbrauch und den kleinstmöglichen Emissionen. Wer also häufiger mit dem Auto verreisen möchte, für den lohnt es sich, sich einmal intensiver mit Alternativen wie einem Elektroauto oder Hybridmodell auseinanderzusetzen.
  3. Der Fahrstil und die Gewohnheiten des Autofahrers entscheiden außerdem zu großen Teilen darüber, wie nachhaltig er unterwegs ist – oder eben nicht.

Kreuzfahrtschiffe sowie das Flugzeug gelten hingegen als die größten Umweltsünder unter den Transportmitteln. Bestenfalls werden diese für einen nachhaltigen Urlaub vollständig gemieden. Das ist aber vor allem bei Fernreisen natürlich nicht immer möglich.

Dann gibt es beim Flugzeug zumindest die Möglichkeit, umweltfreundlichere Airlines zu wählen, die beispielsweise bei ihren Flugzeugen auf recyclebare Materialien achten. Hierbei gibt es durchaus große Unterschiede zwischen den verschiedenen Fluggesellschaften. Außerdem gibt es mittlerweile sogenannte CO2-Kompensationsdienstleister, wo die Fluggäste freiwillig einzahlen und somit den Flug indirekt kompensieren können. Sie spenden dadurch an „grüne“ Projekte, die erneuerbaren Energien ausbauen, Bäume pflanzen oder viele andere wichtige Klima- und Umweltschutzmaßnahmen ergreifen. Dadurch wird das Fliegen per se zwar nicht weniger schädlich, aber zumindest an anderer Stelle ein Stück weit kompensiert.

Unterkunft

Am Zielort angekommen, spielt die Auswahl der Unterkunft sowie Gastronomie eine entscheidende Rolle hinsichtlich der Nachhaltigkeit. Wer nachhaltig reisen möchte, kann dafür spezielle Anbieter wählen, aber auch seinen Urlaub auf eigene Faust planen. Hinsichtlich der Unterkunft gibt es dabei verschiedene Möglichkeiten:

  • Möchten die Reisenden auf keinen Luxus verzichten, sind spezielle ökologische Hotels eine hervorragende Wahl. Allerdings stellen sie in der Regel nur einen Kompromiss dar, denn gewisse Annehmlichkeiten wie ein Wellnessbereich mit Sauna oder ein hoteleigener Pool gehen stets auf Kosten der Umwelt – egal, wie nachhaltig diese gestaltet sind. Dennoch sind solche ökologischen Hotels immerhin eine bessere Alternative als klassische Anbieter.
  • Auch für kleinere Reisebudgets gibt es passende Unterkünfte. Hier bieten sich spezielle Hostels an, die sich ebenfalls der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Sie erfüllen verschiedene Kriterien, um als Hostel möglichst nachhaltig zu wirtschaften und dennoch aber alles zu bieten, was die Gäste von der Unterkunft erwarten.

Auch viele andere Unterkünfte kommen für eine nachhaltige Reise infrage. Dazu zählen zum Beispiel Ferienwohnungen, Bungalows oder auch das Camping. Somit dürfte für jeden Geschmack und jedes Budget eine Möglichkeit dabei sein, um den eigenen Traumurlaub zu verwirklichen, dabei aber trotzdem umwelt- und klimafreundlich unterwegs zu sein.

Ökolabels helfen bei der Einschätzung

Wer sich hinsichtlich nachhaltiger Betriebe unsicher ist, sollte bei der Buchung auf entsprechende Gütesiegel achten. Mittlerweile gibt es nämlich verschiedene Siegel, welche den Verbrauchern verdeutlichen, ob es sich um einen nachhaltigen wirtschaftenden Betrieb handelt und welche Kriterien dafür erfüllt werden. Zu diesen Labeln zählen beispielsweise:

  • TourCert
  • BioHotels
  • GreenGlobe
  • Green Pearls
  • EU Ecolabel
  • GreenSign

Aufgrund dieser großen Auswahl ist es also sinnvoll, sich erst einmal zu fragen, welche Art von Urlaub und Unterkunft es sein soll – und anschließend nach einer geeigneten und eventuell zertifizierten Unterkunft zu suchen.

Gastronomie

Hinsichtlich der Gastronomie gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten:

  • Entweder entscheiden sich die Urlauber für die günstigere Selbstverpflegung, sollten dann aber regional sowie saisonal einkaufen und kochen, um die Umwelt sowie das Klima bestmöglich zu schonen.
  • Wer hingegen im Hotel essen möchte, ist ebenfalls mit einem zertifizierten, nachhaltigen Hotel am besten beraten. Auch in der Gastronomie muss dann nämlich auf die entsprechenden Kriterien geachtet werden.
  • Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit, vor Ort Gastronomiebetriebe aufzusuchen. Bestenfalls bieten diese heimische und ebenfalls saisonale sowie regionale Köstlichkeiten an oder weisen sich zusätzlich als biologisches Restaurant aus.

Aktivitäten

Bei der Planung stellt sich natürlich auch die Frage, ob es sich beispielsweise um einen Wellnessurlaub, Aktivurlaub, Familienurlaub oder Badeurlaub handeln soll. Hinsichtlich der Möglichkeiten vor Ort gibt es also ebenfalls große Unterschiede. Prinzipiell sind natürlich alle Aktivitäten zu vermeiden, welche für die Umwelt, Menschen oder Tiere vor Ort eine große Belastung darstellen. Dazu zählt zum Beispiel:

  • das Jetski-Fahren
  • das Fliegen mit kleinen Flugzeugen oder Helikoptern
  • das Rasen mit Motorbooten über Seen oder Meere

Die Liste an Beispielen ist lang, lässt sich aber wie folgt zusammenfassen: Zu vermeiden sind sämtliche Aktivitäten, die Emissionen verursachen oder das natürliche Ökosystem beeinträchtigen – sei es durch Lärm, Feuer oder andere Störfaktoren.

Glücklicherweise bleibt eine Menge an möglichen Aktivitäten übrig, die ebenfalls viel Spaß machen und trotzdem keine Belastung für die Umwelt oder das Klima darstellen. Sei es einfach das Baden im Meer, das Wandern durch wunderschöne Landschaften, eine ausgedehnte Fahrradtour, das Entspannen in der Sonne, das Spielen mit den Kindern auf Spielplätzen, das Wanderreiten und, und, und …

Wer einen nachhaltigen Urlaub verbringen möchte, sollte sich also schon vorab Gedanken darüber machen, wie die Zeit vor Ort gestaltet werden soll und welche Aktivitäten umweltfreundlich sind – beziehungsweise welche nicht und dementsprechend auch nicht eingeplant werden. Sollte sich hierbei herausstellen, dass der Traumurlaub nicht eins zu eins mit gutem Gewissen umgesetzt werden kann, gibt es zum Glück viele Alternativen.

Wie wäre es beispielsweise mit einem Camping Urlaub in Italien anstelle der Fernreise zum Luxushotel in Australien?! Beide versprechen zwar unvergessliche Erinnerungen und eine tolle Zeit, unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Emissionen aber stark. Kein Wunder also, dass immer mehr Deutsche wieder lieber im eigenen Land oder dem europäischen Umland reisen als quer um den Globus. Auch das Camping erlebt derzeit einen regelrechten Boom. Das schont zugleich den Geldbeutel, ohne dabei an Entspannung, Abenteuern, Spaß oder wonach auch immer die Reisenden suchen, einbüßen zu müssen.

Die besten Tipps für den nachhaltigen Urlaub

Foto: adobe.stock / zolotareva_elina

Richtige Erholung im Urlaub und dabei trotzdem die persönlichen, sozialen und ökologischen Werte vertreten können – das ist also längst kein Widerspruch mehr. Mit einfachen Mitteln lässt sich jede Urlaubsreise verträglicher gestalten, für die Umwelt, für das Klima, für die Menschen im Urlaubsland. Die besten Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Urlaub hier noch einmal zusammengefasst:

  • Sorgfältige Auswahl des Reisezieles (auch) anhand von ökologischen Gesichtspunkten.
  • Überlegen, ob auch Alternativen wie der Urlaub im eigenen Land oder das Camping infrage kommen.
  • Fernreisen mit dem Flugzeug sollten möglichst vermieden werden. Bestenfalls lässt sich der Zielort mit umweltfreundlichen Transportmitteln erreichen.
  • Empfehlenswert sind Pilgerreisen sowie Fahrradreisen, aber auch Alternativen wie der Zug können das Klima schonen.
  • Von Kreuzfahrten ist im Allgemeinen eher abzuraten und auch Flugreisen sollten auf ein Minimum reduziert und wenn, dann nur mit Kompensation durchgeführt werden.
  • Bestenfalls wird bereits bei einem ökologischen Reiseanbieter gebucht oder bei der Planung auf eigene Faust auf entsprechende Gütesiegel geachtet.
  • Wer doch mit dem eigenen Auto verreist, sollte auf einen umweltfreundlichen Fahrstil sowie ein möglichst ökologisches Modell achten.
  • Wichtig ist bei der Organisation außerdem die Frage, um welche Art von Urlaub es sich handeln soll. Für die meisten Reisen gibt es nämlich auch geeignete Ziele in Deutschland oder im europäischen Ausland, sodass keine weiten Strecken zurückgelegt werden müssen, um dennoch den eigenen Traumurlaub zu verwirklichen.
  • Und auch hinsichtlich der Aktivitäten gilt es, diese auf ihre Nachhaltigkeit zu überprüfen, um Natur, Tiere und Menschen vor Ort zu schonen.
  • Zuletzt kommt es natürlich auch auf das richtige Verhalten an. Im Urlaub gelten all jene Grundregeln, die auch im Alltag für ein nachhaltige(re)s Leben angewendet werden sollten.

Prinzipiell ist das nachhaltige Reisen also kein kompliziertes Unterfangen, sofern ein gewisses Grundwissen hinsichtlich der Thematik besteht und die Urlauber zu Kompromissen bereit sind. Der gesunde Menschenverstand verrät dann schnell, welche Art von Urlaub, Unterkunft oder Aktivitäten sinnvoll sind – und welche es eher zu unterlassen gilt.

Allein der Wille, beim Reisen zukünftig nicht mehr zwanghaft die eigenen Wünsche und Vorstellungen umsetzen zu müssen, sondern nachhaltig Urlaub machen zu wollen, ist also bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung. Sinnvoll ist zudem natürlich, die Nachhaltigkeit nicht nur im Urlaub, sondern ebenfalls im Alltag umzusetzen. Dann fällt sie auch bei einer Reise plötzlich gar nicht mehr so schwer!