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A8-Ausbau an Enztalquerung bei Pforzheim verschiebt sich weiter

Karlsruhe / Pforzheim (pm/as)  Durchgehend sechs Spuren auf der A8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart - das dauert noch länger als geplant. Der Baubeginn auf der Strecke zwischen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd (Enztalquerung) verzögert sich noch weiter, meldet das Regierungspräsidium. Grund: Das Planungsbüro bekommt die Unterlagen nicht fertig.

Foto: geralt / pixabay

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Planungsbüro hängt mit Arbeit hinterher

Es ist die letzte Lücke für den sechsspurigen Ausbau der A8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart: Die Verbreiterung der „Enztalquerung“ zwischen  Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd kann erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 starten. Eigentlich sollte es diesen Sommer schon losgehen. Das Planungsbüro hatte aber schon Arbeits-Rückstände und braucht wohl jetzt noch bis in den Herbst, um alle erforderlichen Planungs- und Ausschreibungsunterlagen abgeben zu können. Damit hat sich der Baustart dann insgesamt  eineinhalb Jahre verzögert.

Dienstleister muss bis Oktober liefern

Begründet wurde die weitere Terminverschiebung vom Dienstleister mit unvorhersehbaren, betriebsinternen Ereignissen. Außerdem gebe es Planungsdefizite, die erst bei einem internen Controlling aufgefallen waren. Die müssten jetzt behoben werden. Dem Team wurde jetzt eine Frist bis Oktober gesetzt, um alles abzuliefern. Bis dahin muss das Planungsbüro außerdem monatlich über seine Fortschritte ans Regierungspräsidium berichten. 

Regierungspräsidentin Felder ist sauer

Regierungspräsidentin Sylvia Felder ärgert sich über die erneute Verschiebung des Baubeginns, schließlich hat dieses Projekt eine herausragende Bedeutung für das Land. „Die aktuelle Verzögerung liegt im Verantwortungsbereich der beauftragten Planungsgemeinschaft, die den Leistungsumfang seit Auftragserteilung unterschätzt und bislang auch zu wenig Personal eingesetzt hat. Wir behalten uns entsprechende Schritte vor, sollte der vereinbarte Zeitplan erneut nicht eingehalten werden“, stellte Felder klar.

 Vorarbeit gleicht einen Teil der Verzögerung aus

Dennoch wird auf der Strecke schon alles getan, was vorab gemacht werden kann: Erforderliche Leitungen werden verlegt, die Bahnbrücke über die A8 wurde schon verbreitert und die Modernisierungsarbeiten an den parallel laufenden Straßen sind schon im Gange. Das soll dazu beitragen, dass die Fahrspuren auf der A 8 frühzeitiger als bisher vorgesehen verlegt und einrichtet werden können. Dadurch kann der anschließende Streckenausbau auf der A8 zügiger umgesetzt werden. Das soll zumindest teilweise die Verzögerung bei der Planung kompensieren.