Current track
Title Artist


Zahl der an Corona-Virus Erkrankten in Baden-Württemberg auf 28 gestiegen

Stuttgart (dpa/ass) Nach derzeitigem Stand sind in Baden-Württemberg aktuell 28 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Gesundheitsminister Lucha gibt sich dennoch zuversichtlich, die Lage im Südwesten zu kontrollieren. "Wir haben nach wie vor keinen kursierenden Erreger", teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit.

Foto: dpa-Bildfunk

Aktualisierung Dienstag

In Baden-Württemberg wurden am Dienstagmorgen zwei weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Damit steigt die Zahl in Baden-Württemberg auf 28. Beim ersten Fall handelt es sich um einen 61-jährigen Mann aus dem Zollernalbkreis, der als Mitglied einer Reisegruppe zum Ski fahren in Südtirol war. Die Rückkehr erfolgte am Wochenende (29.2./01.03.). Am 2. März zeigte der Mann dann entsprechende Symptome. Er befindet sich derzeitig in häuslicher Isolation.Ein weiterer bestätigter Fall wird aus dem Stadtkreis Ulm gemeldet. Die 45-jährige Frau kam aus dem Skiurlaub in Südtirol und wird derzeit in der Universitätsklinik Ulm isoliert versorgt. Das Gesundheitsamt ermittelt die Infektionskette.

Aktualisierung Montag

Die Zahl der an dem Corona-Virus erkrankten Personen ist in Baden-Württemberg auf 25 gestiegen, das teilte das Ministerium für Soziales und Integration mit. Demnach wurden am späten Sonntagabend fünf weitere Infektionen im Landkreis Heilbronn bestätigt. Im ersten Fall handelt es sich um einen männlichen Bewohner (Jahrgang 1935) eines Altersheims. Er war Kontaktperson eines COVID-19-Infizierten. Die stationäre Aufnahme erfolgte am 28.2. Beim zweiten Fall handelt es sich ebenfalls um eine Kontaktperson des oben erwähnten COVID-19-Infizierten. Es ist eine Arbeitskollegin (Jahrgang 1966). Sie befindet sich seit dem 28.2 in stationärer Isolation. Deren Tochter wurde ebenfalls positiv getestet. Sie befindet sich ebenfalls in stationärer Isolation seit dem 28.2. Des Weiteren hatte sich eine asymptomatische männliche Person am 28.2 testen lassen – auch hier wurde eine Infektion bestätigt. Außerdem wurde am Wochenende eine Kontaktperson des Mannes aus dem Kreis Ludwigsburg positiv getestet. Sie befand sich seit dem 28.2 in häuslicher Isolation. Die stationäre Aufnahme wurde veranlasst.

Hotline der Stadt Karlsruhe

Wie die Stadt Karlsruhe in einer Pressemitteilung bekannt gab, gingen zwischenzeitlich knapp 250 Anrufe bei der eigens dafür eingerichteten Telefon-Hotline ein. "Wir haben den Bürgerinnen und Bürgern aus Karlsruhe und dem Umland mit unserem gut und dankbar angenommenen Angebot sicher nicht alle, aber einige Sorgen nehmen können", zieht Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup dazu ein positives Fazit. Sieben Agentinnen und Agenten des Ordnungs- und Bürgeramts (OA) sollen Orientierung bei Verunsicherung schaffen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sowie des örtlichen Gesundheitsamts an die Bürger weitergeben.


Zahl in Baden-Württemberg steigt auf 16

In Baden-Württemberg wurde am Sonntag, den 1. März ein weiterer bestätigter Corona-Fall aus dem Raum Freiburg bekannt, damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf 16. Es handelt sich um einen 41-jährigen Mann ohne Bezug zu den vorherigen Fällen. Er befindet sich in stationärer Behandlung. 

Update 18 Uhr

Das Ministerium für Soziales und Integration teilte nun mit, dass ein weiterer Corona-Fall in Baden-Württemberg bestätigt wurde. Das Gesundheitsamt Freiburg meldete, dass es sich dabei um eine 42-jährige weibliche Kontaktperson zu einem bereits bestätigten Fall aus Freiburg handelt. Sie befindet sich seit dem 27.2.2020 in häuslicher Isolation im Landkreis Emmendingen.

Kein Vergleich zu den Fällen in Nordrhein-Westfalen

Lucha teilte mit, dass es einen Überblick über die meisten Kontaktketten gibt. Außerdem handelt es sich bisher um einzelne Fälle oder um Cluster. "Ein Dutzend der bisherigen Fälle könnte eingegrenzt werden, bei zwei weiteren werde die Infektionskette abgeklärt. Das ist der Unterschied zum Beispiel zu den nordrhein-westfälischen Fällen. In Baden-Württemberg haben wir außerdem relativ moderate Verläufe", sagte der Minister. Um eine Weiterverbreitung in Deutschland und speziell in Baden-Württemberg zu verhindern, ist es laut Sozialministerium wichtig, Fälle frühzeitig zu erkennen, sie zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten. Das Robert Koch-Institut bleibt bislang bei seiner Einschätzung, dass das Risiko einer Ansteckung gering bis mäßig ist. 

Warnung vor Stigmatisierung

Innenminister Thomas Strobl (CDU), das Sozialministerium sowie die Stadt Stuttgart warnte vor Falschmeldungen und kritisierte Anfeindungen gegen infizierte Patienten. Die Verwaltung der Landeshauptstadt fordert, Infizierte mit Respekt zu behandeln. 

83. 000 Infizierte weltweit

Laut RKI hat sich die Zahl der Fälle weltweit auf mehr als 83 000 Infizierte in 52 Ländern erhöht. In Europa sind mehr als 20 Länder betroffen, wie aus der Statistik des europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten hervorgeht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzte angesichts der wachsenden Zahl von Sars-CoV-2-Infektionen das Risiko einer weltweiten Verbreitung des Virus von "hoch" auf "sehr hoch". Die meisten Sars-CoV-2-Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. 15 von 100 Infizierten erkrankten schwer, hieß es vom RKI. Sie bekommen etwa Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Wie Sie sich schützen können, erfahren Sie im folgenden Artikel. 

Bestätigte Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz - so können Sie sich schützen