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Bestätigte Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz - so können Sie sich schützen

Region (dpa/pm/bo) Das Coronavirus hat inzwischen auch Baden-Württemberg erreicht. Kaum hatte Gesundheitsminister Lucha die Details zum ersten baden-württembergischen Coronavirus-Patienten veröffentlicht, da schlug zunächst das Universitätsklinikum in Tübingen Alarm und meldete zwei weitere Fälle. Wenige Stunden später folgte der vierte Fall, ein Patient in Rottweil. Lucha betont aber weiterhin: Es gebe noch keinen Grund zur Unruhe. 

Foto:: dpa

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Update 19 Uhr

Auch in Rheinland-Pfalz ist erstmals bei einem Patienten das Coronavirus festgestellt worden. Es handele sich um einen Soldaten, der im  Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt werde, teilte die Bundeswehr heute mit.

Erster Corona-Fall in Baden-Württemberg 

Der Mann hatte sich zwei Tage nach den ersten Symptomen beim Gesundheitsamt gemeldet. Er sei am Freitag (21. Februar) von einem Mailand-Aufenthalt zurückgekehrt, habe am Sonntagmittag Husten bekommen und am Dienstagmorgen Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen, sagte Stefan Brockmann, Leiter des Kompetenzzentrums Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt (LGA). Noch am selben Tag sei ein Abstrich im LGA untersucht worden, der Patient sei in eine Klinik gekommen. Der Zustand des Mannes ist bislang stabil. "Es geht ihm gut, er ist in der Klinik und unter Beobachtung", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Nach dpa-Informationen wird der Patient isoliert in einer Einrichtung der Alb Fils Kliniken in Göppingen behandelt. Der Landrat sieht den betroffenen Landkreis Göppingen gut gerüstet. Man setze darauf, das Virus in den Griff zu bekommen und eine Weiterverbreitung verhindern können sagte Landrat Edgar Wolff. Es gebe einen Krisenstab, der die Lage stets neu bewerte. 

Tübinger Fälle standen auf Kontaktliste des Patienten Null

Nach Angaben der Behörden stehen die beiden Tübinger Fälle in direktem Zusammenhang mit dem sogenannten Patienten Null, dem infizierten Mann aus dem Kreis Göppingen. Beide Namen finden sich auf der Liste seiner Kontakte aus den vergangenen Tagen. Sowohl die 24 Jahre alte Reisebegleitung des Mannes aus dem Italien-Urlaub vergangene Woche als auch deren Vater, ein Oberarzt in der Pathologie am Tübinger Universitätsklinikum, würden isoliert behandelt, teilte das Krankenhaus mit. Sämtliche Kontaktpersonen der beiden Patienten aus den vergangenen Tagen seien bekannt und informiert. Der Mann hatte nach dem Wochenende an einem Treffen von Oberärzten teilgenommen. Es seien daraufhin ein Dutzend Mediziner getestet und «aus der Krankenversorgung herausgenommen worden». Sie seien unter Beobachtung, teilte das Klinikum mit.

Virus in Rottweil

Der 32-jährige Mann aus Rotweil sei mit seiner Familie aus dem Risikogebiet, dem Ort Codogno in der italienischen Provinz Lodi, eingereist, teilte das Gesundheitsministerium am Abend mit. Während seine Frau und sein Kind keine Symptome zeigten, habe sich der Familienvater mit grippeähnlichen Beschwerden beim Gesundheitsamt gemeldet. «Am frühen Mittwochabend hat sich der Verdacht schließlich bestätigt», teilte das Ministerium mit. Weitere Details nannte die Behörde nicht. 

"Es gibt keinen Grund zur Unruhe"

 Gesundheitsminister Lucha mahnte, vor Bekanntwerden der neuen Fälle, zur Besonnenheit: "Es gibt keinen Grund zur Unruhe." Die Behörden reagierten "ruhig, besonnen, lageorientiert". Nach Angaben seines Ministeriums sind alle Krankenhäuser im Land in der Lage, Erkrankte aufzunehmen und zu isolieren. Zur Prophylaxe gehört zum Beispiel, dass bei einem nicht erhärteten Verdacht auf Influenza automatisch auch Laboruntersuchungen auf Corona vorgenommen werden. Labore beim Landesgesundheitsamt in Stuttgart und in den Unikliniken Heidelberg und Freiburg können die Erkrankung innerhalb von fünf Stunden feststellen. Derzeit befinden sich noch 15 China-Rückkehrer in Quarantäne in einem Hoteltrakt in Kirchheim/Teck. Im Landkreis Karlsruhe sind zwei nicht erkrankte Menschen wegen Kontakt zu Coronavirus-Erkrankten in häuslicher Absonderung und sollen ihre  Wohnung nicht verlassen.

Coronavirus in Italien - allgemeine Hinweise Robert-Koch-Institut

Reisende, die mit einer in Italien an COVID-19 erkrankten Person einen persönlichen Kontakt hatten, sollten sich umgehend an ihr Gesundheitsamt wenden. Alle anderen Reisenden aus italienischen Regionen mit COVID-19-Erkrankungsfällen, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten nach telefonischer Anmeldung und unter Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten diese Personen unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, vor Mund und Nase halten. Auch die Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife zu waschen, ist zu empfehlen.

Wie kann man sich schützen?

Grundsätzlich gilt zum Schutz vor Infektionskrankheiten: Ob beim Naseputzen, beim Toilettengang, beim Streicheln eines Tieres oder bei der Zubereitung von rohem Fleisch: Die Hände kommen häufig mit Keimen in Kontakt und können diese auf alles übertragen, das anschließend angefasst wird. Beim Händeschütteln oder über gemeinsam benutzte Gegenstände können auch Krankheitserreger leicht von Hand zu Hand gelangen. Berührt man mit den Händen anschließend das Gesicht, können die Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen. Händewaschen unterbricht diesen Übertragungsweg. Steht unterwegs keine Waschmöglichkeit zur Verfügung, sollten Sie zumindest vermeiden, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren oder Speisen mit der Hand zu essen.
Richtig husten und niesen: Beim Husten oder Niesen sollte möglichst kein Speichel oder Nasensekret in die Umgebung versprüht werden. Sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, wird oft für höflich gehalten. Aus gesundheitlicher Sicht aber ist dies keine sinnvolle Maßnahme: Dabei gelangen Krankheitserreger an die Hände und können anschließend über gemeinsam benutzte Gegenstände oder beim Hände schütteln an andere weitergereicht werden.
Um keine Krankheitserreger weiterzuverbreiten und andere vor Ansteckung zu schützen, sollten Erkrankte die Regeln der sogenannten Husten-Etiquette beachten, die auch beim Niesen gilt: Beim Husten oder Niesen sollte mindestens ein Meter Abstand von anderen Personen sein. Zudem sollte man sich wegdrehen. Beim Niesen oder Husten am besten ein Einwegtaschentuch nutzen. Dies soll nur einmal genutzt und anschließend in einem Mülleimer mit Deckel entsorgt werden. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60 Grad Celsius gewaschen werden.
Und auch hier gilt immer: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!  Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten man sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und sich dabei ebenfalls von anderen Personen abwenden.