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Gimmeldinger Mandelblütenfest wegen Coronavirus abgesagt

Neustadt an der Weinstraße/Wörth/Ettlingen/Rheinstetten (pm/lk) - Aktuell häufen sich die Verdachts- und Krankheitsfälle auf eine Infektion mit dem Corona-Virus in Rheinland-Pfalz. Ein erster Fall ist in Wörth bestätigt worden. Die Stadtverwaltung Neustadthat das Mandelblütenfest vorsorglich abgesagt .

Foto: Symbolbild/pixabay

Zehntausende auf engstem Raum

Zehntausende Menschen würden sich auf dem beliebten Weinfest in Neustadt-Gimmeldingen auf engsten Raum begegnen, so der Neustädter Oberbürgermeister Marc Weigel. Nach Rücksprache mit medizinischen Experten und der Risikoeinschätzung des Robert-Koch-Institutes für Großveranstaltungen habe sich die Stadt dazu entschlossen, das Mandelblütenfest abzusagen. Zwar gebe es noch keinen bestätigenten Infektionsfall in Neustadt, erklärt Weigel, dennoch müsse man davon ausgehen, dass das Virus Neustadt erreichen werde.

„Es gilt zum Schutz der Gäste und der Touristen, vor allem aber auch der Bevölkerung, eine großflächigere Infektion zu begrenzen bzw. zu verhindern.
Wichtig ist, dass wir alles tun um eine Ausbreitung des COVID-19 so gering wie möglich zu halten, damit unser Krankenhaus und das Gesundheitssystem nicht von einer Vielzahl an Coronafällen überrollt werden“, so Weigel.

Das Mandelblütenfest findet jedes Frühjahr im Weindorf Gimmeldingen statt. Es ist das älteste seiner Art und eröffnet die Weinfestsaison in Deutschland.

Sechs Fälle in Rheinland-Pfalz - erster Fall in Wörth

In Rheinland-Pfalz gibt es inzwischen sechs bestätigte Coronavirus-Fälle. Eine Person aus dem Landkreis Germersheim wurde am Mittwoch positiv getestet und ist zusammen mit ihrer Familie in häuslicher Quarantäne in der Wohnung in Wörth am Rhein. Ein weiterer Fall wurde am Dienstagabend vom Gesundheitsamt Mainz-Bingen bestätigt. Es handelt sich um eine 64-jährige Patientin, die von einer Reise aus dem Iran zurückkam. Zwei erkrankte Personen werden im Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern versorgt. Ein 28-Jähriger ist ebenfalls positiv getestet worden. Und ein Soldat wird im Bundeswehrkrankenhaus Koblenz behandelt - er ist mittlerweile symptomfrei, darf die Klinik aber noch nicht verlassen, weil die Tests bislang noch nicht eindeutig negativ ausgefallen sind.

Klinik in Speyer richtet Container ein

Vor dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer wurde mittlerweile ein Container als Anlaufstelle für die Einschätzung von Patienten aufgestellt. Die Klinikleitung habe entschieden alle Patienten bis auf weiteres in dem Container vor dem Haupteingang der Klinik einer kurzen Befragung zu unterziehen. Damit könnte besser eingeschätzt werden, ob das Risiko einer Coronavirus-Infektion vorläge. Patienten ohne Risiko für eine Coronavirus-Infektion könnten dann weiter durch den Haupteingang ins Krankenhaus gehen. 

Ettlingen sagt Sportlerehrung und Ausbildungsmesse ab

Unter keinem guten Stern steht die Sportlerehrung in Ettlingen. Erst fiel sie Ende Januar dem Leichtathletik Indoor-Meeting in Karlsruhe zum Opfer. Jetzt macht den Verantwortlichen das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung. „Wir haben uns die Entscheidung zur Absage nicht leicht gemacht“, erklärte Oberbürgermeister Johannes Arnold . Man habe sich aus mehreren Gründen entschlossen, das Event am 6. März in der Stadthalle auf einen anderen Zeitpunkt zu verlegen. Und auch die Ausbildungsplatzbörse kommenden Montag in der Albgauhalle in Ettlingen wird nicht stattfinden.

Auch der Bürgerempfang am Samstag, den 14. März in Bruchsal wird verschoben.

Rheinstetten hält an Sportlerehrung fest

In Rheinstetten wird die Sportlerehrung am Samstag wie geplant stattfinden. Rathauschef Sebastian Schrempp betonte, man habe die Situation bewertet und sei zum Ergebnis gekommen, den Termin nicht ausfallen zu lassen. Ein erhöhtes Risiko, sich mit Coronavirus dort anzustecken, sei nicht erkennbar.