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Go Karlsruhe: "Der Fußgänger steht im Mittelpunkt"

Karlsruhe (tra). Im Rahmen des Forschungsprojektes „Go Karlsruhe“ untersuchen die Hochschule Karlsruhe und die Stadt Karlsruhe Strecken und Orte, die Karlsruher Fußgänger kennen und beschäftigen. In einem Reallabor können Verbesserungsvorschläge umgesetzt werden. Heute erscheint eine App mit der Fußgänger diese Strecken und Orte mitteilen können.

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regio-news.de-Redakteurin Tanja Rastätter hat mit Projektleiter Christoph Hupfer über das Projekt und die App gesprochen.

Worum geht es bei Go Karlsruhe?

Christoph Hupfer: Bei „Go Karlsruhe“ geht es um den Fußgänger – also um das zu Fuß gehen. Wir möchten wissen, was den Fußgänger umtreibt, was für ihn wichtig ist, was er braucht und was ihn interessiert. Es gibt die Situation, dass die Planer denken, was die Fußgänger brauchen und die Fußgänger brauchen eigentlich etwas Anderes. Und wir möchten die Fußgänger selbst fragen, was sie brauchen.

Wie kann man an dem Reallabor teilnehmen?

Hupfer: Wir laden alle Fußgänger in Karlsruhe ein, mitzumachen. Die Kommunikation funktioniert im Wesentlichen über die App GO Karlsruhe. Über diese App kann man mitteilen, was man gut findet und was einem gefällt, aber auch, was einen stört oder was man gerne hätte.

Wo gibt es die App?

Hupfer: Die App gibt es im Google Playstore. Dort kann man diese herunterladen.

Was kann man über die App alles melden?

Hupfer: Die App ist zunächst einmal nicht begrenzt. Wir möchten allen die Möglichkeit geben, dort alle möglichen Informationen zu melden, weil wir für alles Dinge offen sind. Das ist gerade das Schöne, dass sich viele Tausend Leute daran beteiligen. Es wird die beste Bestandsaufnahme im Fußgängerverkehr werden.

Was ist das Tolle an dem Projekt?

Hupfer: Das Tolle an dem Projekt ist, dass wir zum ersten Mal eine richtig große Nutzerbeteiligung ermöglichen. Üblicherweise erhält man zu Hause ein Schreiben von der Stadt. Dort heißt es, dass man etwas in dem Quartier tun möchte und dann wird eingeladen sich daran zu beteiligen. Doch da spricht man in der Regel nur über das nahe Umfeld mit Menschen die dort leben. Wenn sie mehr in der Stadt unterwegs sind , dort aber nicht wohnen, fragt kein Mensch, was ist dort weniger oder besonders gut. Deswegen ist dieses Projekt eine neue Dimension der Beteiligung.

Warum sollte ich als Fußgänger mitmachen?

Hupfer: Mitmachen hat hier den großen Nutzen, dass wir im Rahmen dieses Reallabors vieles aufzeigen und anstoßen werden, aber auch Maßnahmen umsetzen und ausprobieren.  Es wird besser werden – das auf jeden Fall.

Hier ist die App verfügbar: https://play.google.com/store/apps/details?id=eu.iums.gokarlsruhe