Nadine Fingerhut wollte schon immer Rock-Star werden

Karlsruhe (lk) - Jeden Sonntag trifft Martin Wacker prominente Persönlichkeiten in der Martin Wacker Show. Diesmal war die Singer & Songwriterin Nadine Fingerhut zu Gast. Nadine kommt aus Vöhl in Hessen und hat den weiten Weg nach Karlsruhe in die Martin Wacker Show auf sich genommen. Musik ist ihr Leben und das ist in ihren Liedern auch spürbar. Neben der Musik hat sie aber auch viel Privates erzählt und verraten, wie sie die aktuelle Zeit mit Corona übersteht.

Foto: dnw

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Das Handy bleibt im Urlaub zu Hause

Bei Nadine Fingerhut ist der Name Programm. Er hat Wiedererkennungswert: "Ich bin total froh, dass ich diesen Namen habe. Darum trage ich auch immer einen Hut", lacht Nadine. Für die Martin-Wacker-Show ist die Nordhessin extra ins Badische gefahren. Aber die Sängerin hat ein Faible für Süddeutschland. Dort macht sie gerne Urlaub, am liebsten ist sie aber in den Alpen oder auf Kreta. Im Urlaub lässt sie sogar das Handy zu Hause. "Gerade für uns Künstler ist es eigentlich sehr wichtig, dass wir in den sozialen Medien präsent sind und ständig neuen Content liefern. Aber es ist auch wichtig, dass man da ein gesundes Mittelmaß findet." Das thematisiert sie in ihrem neuen Video "Mit meinen Augen". Es geht darum, dass tatsächlich nicht immer alles geteilt werden muss.

Udo Lindenberg taucht im Video auf

Das Video ist im Comic-Stil aufgemacht. Und ein bekannter Promi tritt in dem Video auf. Auf der Rückbank ihres Wagens ist auf einmal Udo Lindenberg zu sehen. "Ich mag Udo Lindenberg total gerne. Und er hat ja auch einen wahnsinnigen Wiedererkennungswert." Besonders bewundere sie Lindenberg dafür, dass er sein Ding mache und sich selbst immer treu geblieben sei. Aber auch Lindenbergs politischen Botschaften achtet sie: "Er ist einfach ein krasser Charaktertyp und ein großes Vorbild", so Fingerhut. Das Idol Lindenberg hat selbst auch schon mitbekommen, dass er als Comicfigur in dem Video auftaucht. Er hat Nadine Fingerhut eine persönliche Nachricht geschrieben und ihr darin mitgeteilt, dass er das Video sehr gern möge.

Mit 15 eine E-Gitarre bekommen

Zur Musik gekommen ist Nadine Fingerhut in ihrer Jugend. Ihr Lebenstraum war schon immer Musikerin zu werden. Allerdings hatte sie sich nie getraut, in der Schulband zu singen. "Dafür hab ich mir mit 15 Jahren eine E-Gitarre gewünscht und bekommen. Weil ich wollte ja Rock-Star werden. Dann hab ich ziemlich schnell meine erste Band gegründet. Und mit 25 hab ich mich entschieden, das beruflich zu machen." Ausschlag war damals ein Bandkontest. Der hat Nadine die Tür zu einem professionellen Aufnahmestudio geöffnet. "Ich war auch mal beim Casting vom Supertalent. Da bin ich aber nicht weitergekommen. Und im Nachhinein bin ich sehr froh, nicht den Weg über Castingshows gegangen zu sein. Sondern den harten Weg über die kleinen Clubs und vielen Konzerte", lacht Nadine.

250 Euro Corona-Hilfe erhalten

Und im März kam plötzlich Corona und hat die Musik- und Kunstszene hart getroffen. Zwar gab es im Sommer immer mal wieder die Möglichkeit aufzutreten, doch jetzt im Herbst und Winter spitzt sich die Situation weiter zu. Auch für Nadine Fingerhut war Corona ein herber Schlag, aber durch die Arbeit am neuen Album hat es weiterhin ein Ziel gegeben. "Im März in den ersten zwei, drei Wochen des Lockdowns war ich echt fertig. Da ist mir überhaupt nichts eingefallen. Wenn es mir nicht gut geht, kann ich nicht schreiben. Das ist bei anderen Künstlern oft anders. Ich hatte aber erstmal eine Blockade. Aber dann ging es weiter." Die einzige finanzielle Unterstützung, die in dieser Zeit bei der Sängerin ankam, waren 250 Euro über die GVL (Anm. d. Red.: GVL = Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten im Bereich von Musik, Film und Fernsehen). Ein gestellter Soforthilfeantrag wurde nicht bewilligt. Mit Hilfe ihres Mannes und eines 400-Euro-Jobs konnte sie sich bislang trotzdem über Wasser halten.


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