Current track
Title Artist


"trinkfair" - das steckt hinter der neuen Kampagne für Karlsruhe und Ettlingen

Karlsruhe / Ettlingen (as) Billig, bequem, umweltfreundlich und mit Mehrwert: Die neue Kampagne "trinkfair" soll die Region Karlsruhe / Ettlingen zum Umstieg von Flaschen- auf Leitungswasser bringen. Initiiert wird sie von der Karlsruher Initiative Fairantwortung, zusammen mit den Partnern Stadtwerke Karlsruhe und Ettlingen. Mit der Kampagne sollen gezielt Unternehmen in der Region als Multiplikatoren angesprochen werden.

Foto: PublicDomainPictures-pixabay

  • Weitere Beiträge in: Karlsruhe

Leitungs- statt Flaschenwasser: Diese Rechnung geht auf

Ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern, das beispielsweise Mineralwasser in 1-Liter-Glasflaschen bereitstellt, benötigt im Jahr über 6.000 Flaschen für mehr als 4.000 Euro. Allein dadurch werden 1.205 Kilogramm CO2 erzeugt. Nach dem Umstieg auf Leitungswasser steht ist das Unternehmen bei 0 Flaschen, 0 CO2-Verbrauch und 18 Euro Kosten. So ein Online-Rechner ist Bestandteil der Kampagne "trinkfair". Was sich für das Unternehmen ausrechnen lässt, kann jeder Mitarbeiter auch für seinen Bedarf daheim ermitteln - er muss den trinkfair-Rechner nur statt auf "Business" auf "Privat" umstellen. Die Rechnung macht schnell klar: Leitungswasser ist nicht nur viel billiger und - weil gleich aus dem nächsten Wasserhahn - bequem. Jede Liter-Flasche weniger spart auch noch 200 Gramm CO2 - und Plastikmüll.  

Das gibt es für "trinkfair"-Unternehmen 

Wenn Unternehmen mit gutem Beispiel voran gehen und sich zu Multiplikatoren von "trinkfair" machen, bekommen Sie von der Karlsruher Unternehmer-Initiative "Fairantwortung" auch gleich noch jede Menge Marketing-Tools dafür. Angefangen vom online Rechner werden auf der "trinkfair"-Website die Vorteile un Qualität von Leitungswasser in einfachen Worten erläutert, die sog. FAQ, also meistgestellten Fragen zur Verwendung von Leitungswasser statt Flaschenwasser werden beantwortet und jedes Unternehmen kann sogar nach außen sichtbar machen, dass es Teil der Kampagne ist. Dazu gibts Marketing-Sets mit klimaneutral und nachhaltig produzierten Design-Glasflaschen und Flyer mit eigenem Logo-Aufdruck. Außerdem werden trinkfair-Werbe- und Aufklär-Videos oder Sticker bereitgestellt, social media-Kanäle beliefert und Werbemaßnahmen getätigt. 

Trinkwasser aus Karlsruhe und Ettlinger  kommt klimaneutral aus dem Hahn

Zum Auftakt wird die Kampagne auf die Städte Karlsruhe und Ettlingen zugeschnitten - die integrieren das Projekt in ihre Klimaschutz-Konzepte. Beide Stadtwerke sind schon trinkfair Partner und liefern ab Jahresende klimaneutral qualitativ hochwertiges und mineralreiches Trinkwasser bis zum Wasserhahn des Endkunden. Der muss keine Bedenken haben vor Keimen oder kritischen Substanzen haben: Das Trinkwasser stammt aus Grundwasser-Quellen im Wald - Nitrate spielen also keine Rolle, mögliche Rückstände aus Arznei oder Pestiziden werden genauestens ausgefiltert und die Qualität ständig überwacht. Bleirohre wurden in Karlsruhe seit 1909 schon durch den Markgrafen verboten, so dass auch diese Stoffe nicht ins Wasser gelangen können. Sinnvoll ist aber, das Leitungswasser nicht im Hahn stehen zu lassen, sondern es  eine kurze Weile (ca 30 Sek) laufen zu lassen, bevor es KALT getrunken wird. 

Mineralien auch in Leitungswasser

Laut Stiftung Warentest hat Trinkwasser in Deutschland oftmals bessere Qualität als Wasser in Plastikflaschen. Auch Leitungswasser ist mineralstoffhaltig. Die genauen Zusammensetzungen können Kunden bei ihren Stadtwerken erfahren. Die notwendigen Mineralstoffe werden vom Körper ohnehin in erster Linie durch die Nahrung aufgenommen, und nicht durch Wasser. Dem Körper fehlt es also durch Leitungswasser nichts an wichtigen Stoffwechsel-Mineralien. Von der Region Karlsruhe / Ettlingen aus soll die Kampagne dann deutschlandweit ausgedehnt werden.