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Zum Gedenken an die Opfer in Hanau - Trauerschleifen bei den Karlsruher Faschingsumzügen

Karlsruhe (bo) In der Region herrscht derzeit überall munteres Faschingstreiben. Doch die Stimmung wird vielerorts von den Ereignissen der letzten Tage überschattet. Besonders in der Region rund um Hanau wurden einige Faschingsumzüge, die in den nächsten Tagen stattfinden sollten, abgesagt. Nun äußert sich auch Oberbürgermeister Frank Mentrup dazu: Die Umzüge in Karlsruhe werden stattfinden.

Symbolbild: Archiv

Anschlag in Hanau beschäftigt die Region

Die Narren der Durlacher "Schlumple und Auguste" haben heute das Rathaus am Marktplatz besucht. Trotz der munteren Stimmung überschattet allerdings ein Ereignis der letzten Tage das Treiben. Nach dem Anschlag in Hanau, bei dem elf Personen ums Leben kamen, wurden viele Faschingsumzüge in der Region abgesagt. Man habe sich zuvor intensiv damit beschäftigt, ob auch die Karlsruher Umzüge abgesagt werden sollten, erklärt Oberbürgermeister Frank Mentrup uns. Letztendlich habe man sich aber dagegen entschieden. „Gerade der Fastnachtsumzug zeigt, dass man bunt ist, dass man vielfältig ist, dass man unterschiedliche Interessen hat und trotzdem zusammenkommt, um gemeinsam zu feiern,“ so der Rathauschef.

Ein Symbol für den Zusammenhalt

Vielmehr sei es ein starkes Symbol, gegen das, was der Attentäter in Hanau erreichen wollte, nämlich dass die Menschen Angst bekommen, sich nicht mehr treffen und sich gegenseitig misstrauisch begegnen.  Als Zeichen für ein buntes Karlsruhe und die starke Gemeinschaft, werden beide Umzüge daher stattfinden. Um dennoch an die Opfer des Anschlags zu gedenken, hat sich die Stadt etwas einfallen lassen: „Alle Gruppen werden Trauerschleifen an den Zugnummern tragen.“

Eine Übersicht über die Faschingsumzüge in der Region gibt es hier.