Karlsruher SC verliert Mittelfeld-Duell gegen Erzgebirge Aue deutlich

Karlsruhe (jw) - Der Karlsruher SC hat in der 2. Fußball-Bundesliga die zweite Niederlage in Folge kassiert. Die Badener verloren zum Abschluss des zwölften Spieltags am Donnerstagabend mit 1:4 (0:2) beim FC Erzgebirge Aue. Florian Krüger (2. Minute), Pascal Testroet (19., 51.) und Philipp Zulechner (89.) erzielten die Tore für die Sachsen. Benjamin Goller (58.) traf in einer unterhaltsamen Partie für den KSC. Während Aue auf den sechsten Tabellenplatz vorrückte, liegen die Karlsruher als Zehnter weiter im gesicherten Mittelfeld.

Foto: Symbolbild/Archiv

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Deutliche Niederlage in Aue

KSC-Trainer Christian Eichner hat heute Gersbeck / Gordon, Heise, Kobald, Thiede / Fröde, Gondorf, Wanitzek / Goller, Hofmann, Lorenz beim Auftritt in Aue vertraut. Die Karlsruher hatten sich einiges vorgenommen, "wollen wieder in die Punkte kommen", so Kapitän Jerome Gondorf selbstbewusst, der nach seiner Gelbsperre wieder am Start war. Der KSC spielte entsprechend nach vorne, hatte auch gleich eine Ecke - aber ruckzuck stand es 1 zu 0 für Aue. Der KSC hatte die Kugel verloren, Pass in die Spitze, der erste Angriff im Erzgebirgsstadion passet für die Hausherren und Krüger ließ aus rund acht Metern Gersbeck zwischen den Pfosten keine Chance.

Etliche Chancen, mehr vom Spiel, aber Tore kassiert

So muss keine Partie anfangen, schon gar nicht für den KSC! Erfreulich: Die Blau-Weißen schüttelten sich kurz – und spielten weiter nach vorne, hatten gleich erste und gute Chancen, aber der zweite Angriff von Aue saß wieder: 2 zu 0, Testroet zog links außerhalb des Strafraums ab, die Kugel schlug im langen Eck ein. Aber der KSC versteckte sich nicht, ließ aber in einem insgesamt ausgeglichenen Spiel (mit einem Ecken-Plus und mehr Ballbesitz) mit Vorteil seine guten Chancen (Lorenz, Goller, Hofmann) liegen. Gegner Aue hat dafür eiskalt seine zwei einzigen Chancen genutzt. Schlecht war die Leistung des KSC nicht in der ersten Hälfte, doch Unkonzentriertheiten und nicht immer passendes Stellungsspiel haben sich ausgewirkt, davor hat Eichner gewarnt.

Goller trifft zum 3 zu 1 Anschluss

Es muss wohl geraucht haben, denn der KSC war als erstes Team wieder auf dem Platz, aber umgesetzt wurde es nicht wirklich zum Start. Der Druck nach vorne war zwar da, aber der erste Angriff für Aue (51.Minute) – und es stand 3 zu 0! Aus 20 Metern ging die Kugel von Testroet aus halblinker Position für Aue ins rechte Eck. Der KSC schnappte sich die Kugel, spielte nach vorne, Goller kam im Strafraum zu Fall, Pfiff. Elfmeter. Doch der VAR (53.) meldete sich, der Schiri nahm den Elfer zurück. Der Druck des KSC blieb. Aue bekamm die Kugel nicht weg aus der Abwehr, Goller war da, markierte das 1 zu 3. Dann wechselte der KSC dreifach, Bormuth, Gueye und Kother kamen für Fröde, Gordon und Lorenz. Der KSC war jetzt (endlich) im Spiel. Freistoß halblinks, Heise spielte ihn rein, Hofmann war da, machte das Ding – aber wieder VAR, der Schiri nimmt das Tor zurück (60.). Abseits.

KSC kommt in Schwung, aber trifft nicht

Keine Sorge, der KSC hatte noch 30 Minuten Zeit, das Ding zu drehen –  die Richtung stimmte nun, der KSC bestimmte das Spiel, hatte nun 8 Ecken (zu 1), mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe – und Stück für Stück geriet Aue ins Schwimmen. Mit dem gefälligen und schnellen Spiel waren die Badener auf dem richtigen Weg, aber bei aller Überlegenheit, mitunter fehlte der letzte Tick, damit die Abwehr von Aue auch richtig ausgehebelt wurde – und dann müssen eben auch beste Chancen (Bormuth, Gueye) über die Linie gebracht werden. Der KSC ging mehr Risiko, aber Aue hatte durch das Aufrücken der Karlsruher auch Chancen. Wieder einmal klärte Gersbeck einen Hochkaräter. Aue hatte sich zunehmend besser eingestellt auf das KSC-Spiel, so dass es zu weniger Karlsruher Chancen kam. Die Uhr tickt runter – aber für Aue und gegen den KSC. 89. Minute: Nächste Chance für die Hausherren, der KSC war weit aufgerückt, Gersbeck weit vor dem Tor – und Zulechner drosch das Ding aus über 35 Metern ins leere Tor. 4 zu 1! Eichner wechselte nochmal: Rabold und Batmaz kommen für Thiede und Goller.

Gute Leistung trotz deutlicher Niederlage

Abpfiff. Verloren, deutlich verloren – irgendwie unnötig, in der Höhe sowieso. Aber der KSC ist über 90 Minuten nicht so richtig in Tritt gekommen. In der ersten Halbzeit hatte der KSC sich in eine Position gebracht, dass er trotz Chancen hinterherlaufen musste. Trotz deutlichem Ergebnis: Das Spiel stand auf der Kippe, aber letztlich waren es Unachtsamkeiten in der Abwehr, bei der Chancenverwertung und "Pech" mit dem VAR, dass am Ende das klare 4 zu 1 für Aue steht. "Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, auch wenn das Ergebnis nicht so aussieht", sagte Karlsruhes Sportchef Oliver Kreuzer bei Sky, ärgerte sich aber die defensiven Schwächen seiner Mannschaft. "Wir haben über die ganzen 90 Minuten schlecht verteidigt. So kannst du in der zweiten Liga nicht verteidigen." Es bleibt wenig Zeit für Grübelei. Denn die nächste Aufgabe steht am Montag für die Jungs von Trainer Eichner an, dann gegen den Hamburger SV – und natürlich berichten wir wieder live aus dem Wildparkstadion. (hawa)


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